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Naturconexión
El primer estanque construido en Naturconexión
  • Der Ursprung

Wasser, mehr als ein Lebensmittel: unser erster Teich entsteht!

3 Min. Lesezeit

Wir trinken täglich Wasser und schenken ihm kaum Beachtung. Für viele Menschen in den Industrieländern ist sauberes Trinkwasser eine Selbstverständlichkeit. Aber wussten Sie, dass 2,2 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben und 4 Milliarden ohne angemessene sanitäre Anlagen leben? Wussten Sie, dass das Trinkwasser auch in den Industrieländern Europas und Nordamerikas stark belastet ist – durch Medikamente und durch die industrielle Landwirtschaft mit ihren Pestiziden, Düngemitteln und anderen Chemikalien – und dass es immer aufwendiger aufbereitet werden muss, bevor es aus dem Hahn kommt? Sauberes Wasser wird weltweit zu einem knappen Gut. In Kolumbien kann man selbst aufbereitetes Trinkwasser nicht immer direkt trinken. Die Menschen kaufen Wasser in Plastikflaschen, die später auf den Deponien landen. All das hat uns nachdenklich gemacht. Als wir auf unsere Finca kamen, war es uns wichtig, dort eigene, unbelastete Quellen zu finden. Das Wasser kommt direkt aus dem Fels des Berges und ist rein und trinkbar. Ein Problem ist, dass es in der Regenzeit Wasser im Überfluss gibt, während es in der Trockenzeit knapp werden kann. Was also tun? Wir haben ein Teichsystem entwickelt, wie wir es beim großen österreichischen Permakultur- und Wasserfachmann Sepp Holzer gesehen haben.

Es gibt mehrere Gründe, warum Teiche wichtig sind:

– Die Bewässerung der Pflanzen sichern

– Reserven für die Trockenzeit haben

– Schutz vor Waldbränden

– Lebensraum für Tiere, Pflanzen und Insekten

– Das Wasser sickert in den Untergrund und hält den Boden feucht.

Was wollten wir vermeiden? Viele Teichbauer fürchten, das Wasser könnte entweichen und verschwinden. Deshalb bauen sie künstliche Teiche mit wasserdichten Folien. Das ist jedoch ein schwerer Fehler. Nicht nur, weil Plastik verwendet wird, sondern weil man damit das Gegenteil erreicht. Teiche sollen das Wasser nicht statisch halten; es soll langsam in den Boden sickern und ihn nach und nach versorgen. Das ist natürlich nur möglich, wenn ein stetiger Zufluss gesichert ist. Damit das Wasser nicht zu schnell abfließt, sind einige Vorarbeiten nötig. Der Untergrund braucht eine ausreichende Schicht aus Ton und Schluff, um das Wasser zu bremsen. Und dort, wo das Wasser abläuft, muss ein Damm gebaut werden, damit nicht mehr Wasser abfließt als zuläuft. Ein Abenteuer und ein Experiment, denn keiner von uns hat je einen Teich dieser Größe gebaut. Dieses Pilotprojekt wird für die folgenden entscheidend sein. Ein Teich und ein Biotop für die Pflanzen, und zugleich zur Bewässerung. Und vielleicht zur Abkühlung an heißen Tagen!

«Schwerkraftbewässerung» bezeichnet ein System, bei dem das Wasser von einem hochgelegenen Speicher – etwa einem Becken – über Kanäle oder Rohre auf die Felder geleitet wird, und zwar über das natürliche Gefälle, ohne Pumpen.

Unser erster See, eine echte Herausforderung – die Aufgaben dieser Woche:

Zuerst muss die ein Meter dicke Humusschicht abgetragen werden.

Aus der nächsten Schicht, dem Ton, bauen wir den Damm, der das abfließende Wasser bremst.

Die gefundenen Steine stabilisieren das Ufer.

Das Ablaufrohr wird vorbereitet und in den Damm gelegt.

Der See ist bisher 2,5 m tief. Im zweiten Teil berichte ich über die nächsten Schritte. Wir sind alle gespannt, ob wir den Teich nächste Woche fertigstellen.